31.03.2020
Hinweise für Familien in der Corona-Krise

Überblick über kindgerechte Aufklärung über das Corona-Virus, Beschäftigungsmöglichkeiten Zuhause und digitale Bildungsangebote

Deutscher Kinderschutzbund

Unsere wichtigste Botschaft ist: Kein Druck. In vielen Haushalten leben gerade Familien, die auf Grund der Nachrichtenlage verunsichert sind. Und die gleichzeitig der Situation ausgesetzt sind, im Homeoffice zu arbeiten, die kleinen Kinder bei Laune zu halten und Schulkinder unterrichten zu müssen. Das alles gemeinsam zu bewältigen ist nicht möglich.

Die gute Nachricht ist: Es ist auch nicht notwendig. Die Situation ist außergewöhnlich. Sie gemeinsam gut zu bewältigen, ist wichtiger als das Durchpauken des Matheheftes.


Gleich zu Beginn ein wichtiger Hinweis:

Viel Zeit auf wenig Raum zu verbringen, ist für viele Familien sehr belastend. Die „Nummer gegen Kummer“ ist für Eltern, Großeltern und Kinder auch weiterhin per Telefon, Email und Chatfunktion erreichbar:  
www.nummergegenkummer.de  


Kindern Kontaktmöglichkeiten zu wichtigen Bezugspersonen erhalten

Kinder, die in Trennung leben, können unter Umständen ihre getrennt lebenden Elternteile nicht besuchen. Kontakt zu halten, bleibt aber auch jetzt wichtig: Telefon, Skype, Facetime oder Messenger sind Alternativen. Auch, wenn das den Trennungsschmerz sicher nur lindern kann.

 

Kindgerechte Aufklärung zum Corona-Virus
Die Kitas und Schulen geschlossen, der Sportverein sagt das Training ab und der Besuch bei Oma und Opa ist nicht mehr möglich. Kinder nehmen die Krisensituation wahr, sie spüren auch die Belastung der Eltern. Umso wichtiger ist es, als Familie gemeinsam die Situation zu besprechen: Warum sind die Maßnahmen notwendig? Aufklärung nimmt Ängste und manch eine bisher unausgesprochene Befürchtung, kann in Gesprächen die Wucht genommen werden. 


Die Stadt Wien verbreitet über ihre Online-Kanäle ein kindgerechtes Erklärvideo:
www.youtube.com/watch?v=_kU4oCmRFTw  


Die Kinderseiten haben ebenfalls kindgerechte Informationen zusammengestellt:  
https://seitenstark.de/kinder/thema-der-woche/coronavirus 

 

Beschäftigungsideen für daheim

Was tun, wenn die Familie in Quarantäne ist? Schöne Beschäftigungsideen für Zuhause hat die Autorin und Diplom-Pädagogin Susanne Mierau auf ihrem Blog gesammelt:  
https://geborgen-wachsen.de/2020/03/14/familienalltag-zu-hause-gestalten/  


Damit Kinder aller Altersgruppen auch zuhause lernen können, hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk sein Lernprogramm in den Mediatheken erweitert:  
www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/schulfernsehen/index.html  

Außerdem flimmert „Die Sendung mit der Maus“ nun täglich über den Bildschirm.  


Viele Illustrator*innen stellen jetzt ihre Ausmalvorlagen kostenlos im Netz zur Verfügung. Wem also die Zeichenideen so langsam ausgehen, findet hier Druckvorlagen und neue Inspiration:  
www.illustratoren-gegen-corona.de  


Die Initiative „Schau hin“ sammelt auf ihren Seiten Tipps zum kreativen Umgang mit Medien. Wer gemeinsam ein Video drehen oder gar programmieren lernen möchte, findet hier viele Infos:  
www.schau-hin.info/tipps-regeln/ideen-fuer-kreative-mediennutzung  


Kinder haben auch in Krisenzeiten einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Der Basketball-Club „Alba Berlin“ bietet täglich Sportunterricht auf seinem Youtube-Kanal. Für jede Altersgruppe soll etwas dabei sein. Infos gibt es hier:  
www.albaberlin.de/


Der Nabu gibt Hinweise, wie Kinder auch in der Wohnung zu Naturforschern werden können:
www.nabu.de/wir-ueber-uns/organisation/naju/27793.html


Der deutsche Kinderschutzbund verbreitet auch in den nächsten Tagen und Wochen per Newsletter, auf Twitter und via Facebook alle Aktionen.            
www.dksb.de/de/artikel/detail/hinweise-fuer-familien-in-der-corona-krise/